Circa drei Wochen nach dem offiziellen Ausbruch der Ebola-Epidemie ziehen die Verantwortlichen eine Zwischenbilanz: Die tatsächliche Fallzahl bleibt hinter den ersten Schätzungen zurück, und auch die Sterblichkeitsrate fällt niedriger aus als erwartet.
Butembo, der wichtigste Handelsknotenpunkt Ostkongos, kämpft mit Ebola und mit dem Versagen der Behörden. Während Anweisungen und Gelder aus Kinshasa ausbleiben, kursieren Misstrauen und Fehlinformationen in der Bevölkerung.
Die Ebola-Epidemie breitet sich weiter aus. Die Fälle in der DR Kongo steigen weiter an und auch in Uganda wurden erste Fälle verzeichnet. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union setzt zehn weitere Länder unter Beobachtung.
In der Demokratischen Republik Kongo breitet sich erneut Ebola aus: Nach Angaben der Gesundheitsbehörden gibt es bereits mindestens 88 mutmaßliche Todesopfer und hunderte Verdachtsfälle. Die WHO hat deshalb einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, während auch Uganda einen ersten Todesfall meldet.
Nach monatelangen Verhandlungen konnte das Internationale Committee des Roten Kreuz (IKRK) erstmals seit Langem einen Hilfskonvoi in das schwer zu erreichende Minembwe bringen. Was die Helfer:innen vorfanden, zeigt das Ausmaß einer weitgehend unsichtbaren humanitären Krise.
Im Rahmen des in die Schweiz verlegten Doha-Prozesses kamen Vertreter:innen der Regierung der DR Kongo und der AFC/M23 unter der Vermittlung Katars zu Gesprächen zusammen. Die Parteien einigten sich darauf, humanitäre Maßnahmen zu erleichtern und innerhalb von zehn Tagen Gefangene freizulassen.
Während in der Schweiz Friedensgespräche laufen, geht der Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo weiter. In der Provinz Süd-Kivu haben sich die Kämpfe in den letzten drei Monaten zunehmend verschärft.
Die ADF verübt erneut einen Angriff auf ein Dorf in der Provinz Ituri, welcher sich in eine Serie von gewaltvollen Überfällen einreiht. Behörden sprechen von zahlreichen zivilen Opfern, Entführungen und Brandanschlägen.
Ein UN-Bericht dokumentiert tausende schwere Menschenrechtsverletzungen in der DR Kongo im Jahr 2025. Besonders häufig sind außergerichtliche Hinrichtungen, Entführungen und sexuelle Gewalt – vor allem in den Konfliktprovinzen im Osten des Landes. Hauptverantwortlich sind laut dem Bericht bewaffnete Gruppen, doch auch staatliche Akteure stehen in der Kritik.
Ein Bericht von Human Rights Watch (HRW) wirft dem kongolesischen Nationalen Rat für Cyberabwehr (CNC) schwere Menschenrechtsverletzungen vor. In Kinshasa sollen zahlreiche Personen ohne gerichtliche Grundlage an geheime Orte verschleppt und teilweise monatelang festgehalten worden sein. Betroffen sind laut HRW vor allem Regierungskritiker und Personen mit mutmaßlichen Verbindungen zur Opposition.
Der neue Leiter der MONUSCO, James Swan, übernimmt die UN-Mission in einer schwierigen Phase. Neben dem Schutz der Zivilbevölkerung soll er vor allem die Umsetzung des Waffenstillstands im Osten der DR Kongo begleiten. Dabei steht die Mission vor erheblichen sicherheitspolitischen, politischen und organisatorischen Herausforderungen.
Die EU stellt mehr als 80 Millionen Euro zur Bewältigung der humanitären Krise im Osten der DR Kongo und in der Region der Großen Seen bereit. Angesichts anhaltender Kämpfe und massiver Vertreibungen sind über 21 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, Millionen leiden unter akuter Ernährungsunsicherheit. Der Großteil der Mittel soll direkt in humanitäre Maßnahmen innerhalb der DR Kongo fließen.
Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe Hadja Lahbib reist in die Region der Großen Seen, um sich ein Bild von der humanitären Lage zu machen. Im Fokus stehen der Zugang zu Hilfsleistungen im Osten der DR Kongo sowie die Situation von Geflüchteten in Burundi. Gespräche mit Behörden und Konfliktparteien sollen Wege für sichere Hilfskorridore eröffnen.
Burundische Soldaten in Süd-Kivu, DR Kongo, werfen der Armeeführung vor, seit sieben Monaten keinen Lohn erhalten zu haben und grundlegende Bedürfnisse wie Hygiene und Kleidung nicht mehr decken zu können. Ein Sprecher bestätigt die ausstehenden Zahlungen, weist jedoch Kritik am Zustand der Armee entschieden zurück.
Der Monitoring-Bericht für Januar 2026 dokumentiert zahlreiche schwere Menschenrechtsverletzungen in Burundi und weist auf eine weiterhin angespannte Lage hin. Neben gezielten Gewalttaten dokumentiert die Organisation auch systematische Einschüchterungen und mutmaßliche Folter durch staatliche Akteure. ACAT Burundi fordert ein Ende der Straflosigkeit und unabhängige Ermittlungen.
Im Rahmen Ruandas breit angelegten humanitären Außenpolitik hat Kigali mehrere Tonnen Lebensmittel, wichtige Medikamente und Notfallausrüstung nach Mosambik geschickt. Zuvor hatten schwere Regenfälle dort zahlreiche Todesopfer gefordert und viele Menschen obdachlos gemacht.
In Rubaya sind beim Einsturz einer von der M23 kontrollierten Coltanmine über 200 Menschen ums Leben gekommen, begünstigt durch Starkregen, schlechte Wartung und gefährliche Arbeitsbedingungen. Die Mine zählt zu den wichtigsten Coltanvorkommen weltweit.
Die anhaltende Schließung des internationalen Flughafens von Goma beeinträchtigt weiterhin die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung und erschwert humanitären Organisationen den Zugang zur Region erheblich. Die beschädigte Infrastruktur, die fehlende Instandhaltung und die Kontrolle des Geländes durch die M23 verhindern bislang die Wiederaufnahme des Flugbetriebs.