Burundi: Soldaten in der DR Kongo prangern ausbleibende Lohnzahlungen und prekäre Lebensbedingungen an

Burundische Soldaten, die in Baraka, Süd-Kivu, stationiert sind, berichten von stark verschlechterten Lebensbedingungen. Seit sieben Monaten erhalten sie ihre monatliche Zulage von 50 US‑Dollar nicht mehr. Diese Zahlung ist für grundlegende Bedürfnisse wie Seife, Unterwäsche oder Hygiene unerlässlich. Viele Soldaten leben daher in großer Prekarität, berichten von Läusen und mangelnder Hygiene.

Ihre Uniformen sind stark abgenutzt, da viele noch die Kleidung aus der Ausbildung von 2023 oder 2024 tragen. Einige Soldaten schämen sich für ihr Erscheinungsbild und dürfen laut eigenen Aussagen das Lager teilweise nicht verlassen, um Spott der lokalen Bevölkerung zu vermeiden. Manche sehen nach eigenen Angaben eher wie Kämpfer bewaffneter Gruppen aus als wie Angehörige einer regulären Armee.

Die Soldaten fordern die Auszahlung der ausstehenden Zulagen sowie neue Uniformen, die den klimatischen Bedingungen im kongolesischen Wald besser standhalten.

Der Sprecher der burundischen Armee, General Gaspard Baratuza, bestätigt die Verzögerung bei den Zahlungen und verspricht baldige Auszahlung. Die Vorwürfe bezüglich der Uniformen weist er jedoch zurück. Forderungen nach Ablösung der Soldaten lehnt er ab und betont, dass solche Fragen nicht von den Soldaten selbst gestellt werden sollten.

Der Artikel ist auf Französisch bei rpa erschienen.

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