- Humanitäre Lage
DR Kongo: Erste Fortschritte bei der Eindämmung von Ebola
Circa drei Wochen nach der offiziellen Ausrufung der Ebola-Epidemie zieht der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba eine vorsichtig optimistische Zwischenbilanz. Mit 381 bestätigten Fällen und 63 Todesfällen liegt die tatsächliche Fallzahl deutlich unter den anfänglichen Schätzungen von bis zu 900 Fällen. Die Sterblichkeitsrate beträgt aktuell weniger als 17 Prozent - niedriger als die ursprünglich für die Bundibugyo-Variante angenommenen 30 bis 50 Prozent. Derzeit werden rund 233 Patienten in Behandlungszentren betreut.
Besonders hervorzuheben sind die Fortschritte bei Diagnostik und Kontaktverfolgung. Die Rate der Falsch-Negativ-Tests wurde auf unter zwei Prozent gesenkt, nahezu alle eingehenden Proben werden getestet. Ein neu eingerichtetes Vor-Ort-Labor in Mongbwalu, dem Epizentrum der Epidemie, ermöglicht Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden. Die Kontaktverfolgung wurde von anfangs 9 Prozent auf aktuell 55,5 Prozent gesteigert; Ziel der Regierung ist eine Abdeckung von 90 Prozent.
Die Epidemie erstreckt sich derzeit über 25 Gesundheitszonen in drei Provinzen: 17 in Ituri, sieben in Nordkivu und eine in Südkivu. Der Kontext bleibt jedoch schwierig: Über 26 Millionen Menschen im Osten des Landes leiden unter akuter Ernährungsunsicherheit, bewaffnete Gruppen und der anhaltende Krieg zwischen FARDC und AFC/M23 erschweren die Virusbekämpfung weiter. Internationale Partner wie die Africa CDC und die Weltbank leisten technische und finanzielle Unterstützung.
Der Artikel ist auf Französisch bei Actualité.cd erschienen.