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DR Kongo: MONUSCO und ICGLR starten gemeinsame Erkundungsmission in Uvira zur Unterstützung des Waffenstillstandsüberwachungsmechanismus
Die UN-Mission MONUSCO und die Internationale Konferenz zur Region der Großen Seen (ICGLR) schicken vom 23. bis 27. Februar 2026 ein gemeinsames Erkundungsteam nach Uvira in der Provinz Süd-Kivu. Dort soll in einem ersten Schritt geprüft werden, wie die Überwachung des Waffenstillstands praktisch umgesetzt werden kann. Dies geschieht nach Konsultationen mit dem kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi, der derzeit auch den Vorsitz der ICGLR innehat. Dabei sollen insbesondere Sicherheitslage, Zugänglichkeit, logistische Bedingungen sowie politische und sozio-ökonomische Rahmenbedingungen bewertet werden, um eine glaubwürdige und praktikable Umsetzung sicherzustellen.
MONUSCO betont, dass es sich zunächst um eine Erkundungsphase handelt. Umfang und Ausgestaltung eines möglichen späteren Einsatzes hängen von vereinbarten Parametern, Sicherheitsgarantien und operativen Anforderungen ab. Im Unterschied zu Nord-Kivu und Ituri umfasst das Mandat der MONUSCO in Süd-Kivu gemäß UN-Resolution 2808 keine direkte Schutzverantwortung für die Zivilbevölkerung, sondern konzentriert sich auf die Überwachung des Waffenstillstands. Grundlage ist unter anderem das im November 2025 unterzeichnete Rahmenabkommen von Doha, das einen dauerhaften Frieden anstrebt und entsprechende Kontrollmechanismen vorsieht.
Die Initiative folgt zudem jüngsten Gesprächen der amtierenden MONUSCO-Leiterin mit Vertretern der AFC/M23-Rebellion im Osten des Landes. Auch der UN-Untergeneralsekretär für Friedenseinsätze, Jean-Pierre Lacroix, bekräftigte bei einem Besuch in Kinshasa die Bereitschaft der Mission, ihr neues Mandat umfassend umzusetzen.
Der Artikel ist auf Französisch bei Actualité.cd erschienen.