- Humanitäre Lage
DR Kongo: Impfkampagne gegen Ebola beginnt – Zahl der Todesopfer steigt
In der DR Kongo hat eine Impfkampagne Medizinischer Fachkräfte gegen die Bundibugyo-Variante des Ebolavirus begonnen. Der Ausbruch begann im Mai in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes. Bis zum 20. September wurden nach Angaben der kongolesischen Behörden 7.541 Infektionen und 3.639 Todesfälle registriert.
Für die Bundibugyo-Variante gibt es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine bewährte Behandlung. Zum Einsatz kommt der Impfstoff Ervebo, der für eine andere Ebola-Variante zugelassen ist. Ob er auch gegen die Bundibugyo-Variante schützt, ist noch nicht bekannt. Jedoch deuten nach Expert:innen der Weltgesundheitsorganisation erste Ergebnisse aus Labor- und Tierversuchen darauf hin. Der Impfstoff wird im Rahmen eines Härtefallprogramms eingesetzt. Das Programm ermöglicht bei Notfällen die Nutzung eines für diese spezielle Anwendung noch nicht ausdrücklich zugelassenen Arzneimittels.
Insgesamt wurden 70.000 Impfdosen für die DR Kongo bereitgestellt. Davon sind 50.000 für Gesundheits- und Frontpersonal vorgesehen, welche dem Risiko einer Infektion mit dem Ebolavirus besonders ausgesetzt sind. Weitere 20.000 Dosen werden im Rahmen einer klinischen Studie eingesetzt. Die einjährige Studie wird untersuchen, wie wirksam der Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante ist. Die Impfkampagne konzentriert sich zunächst auf Ituri und soll auch auf Nord-Kivu ausgeweitet werden. Dort sind die Fallzahlen zuletzt stark gestiegen. Parallel wird in klinischen Studien nach einem neuen Impfstoff recherchiert.
Der Artikel ist auf Englisch bei Al Jazeera erschienen.