Ruanda: Frankreich sucht Wege Ruandas Militäreinsatz in Mosambik fortzusetzen

Seit 2021 ist die ruandische Armee (RDF) in der nordostmosambikanischen Provinz Cabo Delgado zur Bekämpfung islamistischer Aufständischer sowie zum Schutz eines Flüssiggasprojektes im Einsatz. Das von den Energiekonzernen TotalEnergies und ExxonMobil geführte Vorhaben hat einen Wert von 25 Milliarden US-Dollar. Total sicherte sich bereits eine Sondergenehmigung, während Frankreich noch Wege sucht, die Zusammenarbeit mit der RDF fortzusetzen.

Der internationale Rückhalt für die Mission der RDF ist geringer als noch vor wenigen Monaten. Nachdem die RDF im Januar 2026 die kongolesische Stadt Uvira eingenommen hatte, kündigte die EU an, ihre finanzielle Unterstützung für die RDF Ende Mai einzustellen. Wenig später verhängten die USA Sanktionen gegen die gesamte ruandische Armee, mit der Begründung, Ruanda habe eine Friedensvereinbarung zwischen Präsident Paul Kagame und dem kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi gebrochen. Die ruandische Regierung wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte die Trump-Administration der Voreingenommenheit.

Der französische Präsident Emmanuel Macron warnte vor einer Isolierung Ruandas: Wer Ruanda auf Druck der USA ausgrenze, verspiele die Möglichkeit, Ruanda zur Kooperation zu bewegen. Frankreich setze stattdessen auf Dialog mit allen Beteiligten.

Trotz des wachsenden internationalen Drucks läuft die Mission weiter. Ruandas Außenminister bestätigte, dass Mosambik selbst die Finanzierung der RDF-Präsenz gesichert habe. Die EU registrierte Ruandas Beitrag zur Sicherheit in Cabo Delgado zwar anerkennend - hält aber an ihrer Entscheidung fest, die Unterstützung nicht fortzuführen. 

Der Artikel ist auf Englisch bei euobserver erschienen.

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