DR Kongo: Mehr als 1.000 Ebola Fälle verzeichnet

Die Ebola-Epidemie im Osten der DR Kongo hat am Wochenende des 20./21. Juni 2026 die Marke von 1.000 bestätigten Fällen überschritten. Damit handelt es sich um die schwerste jemals dokumentierte Epidemie der Bundibugyo-Variante, die zuvor lediglich in zwei deutlich kleineren Ausbrüchen aufgetreten war. Laut einem Bericht des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit (INSP) vom 20. Juni wurden 1.003 Fälle und 254 Todesfälle registriert, was einer Sterblichkeitsrate von 25,3 Prozent entspricht. Das Epizentrum liegt weiterhin in Ituri mit 91,3 Prozent aller Fälle; Nord- und Süd-Kivu sind ebenfalls betroffen. Die Epidemie erstreckt sich inzwischen auf 34 Gesundheitszonen.

Die Sterblichkeitsrate variiert erheblich je nach Region: Während sie in Rwampara und Bunia bei rund 16 Prozent liegt, erreicht sie in Mongbwalu 41 Prozent und in einigen Zonen der Provinz Nord-Kivu über 57 Prozent. Dies ist laut INSP vor allem darauf zurückzuführen, dass Patient:innen oft erst in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium in die Behandlungszentren kommen. Der Mangel an Krankenwägen ist hierbei ein zentrales Problem. Die Kosten für die Epidemiebekämpfung belaufen sich auf 519 Millionen Dollar, wovon der kongolesische Staat 50 Millionen beigesteuert hat. 

Sicherheitsvorfälle bei Beerdigungen sowie die Präsenz bewaffneter Gruppen erschweren die Arbeit der Helfer:innen zusätzlich. Der Zugang zu bestimmten Gebieten ist durch die Anwesenheit der ADF und der Codeco begrenzt, was die Virusbekämpfung erheblich erschwert. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde (CDC) warnt: Ohne konsequente Isolierung von mindestens 70 Prozent der Erkrankten könnte die Epidemie bis Ende August 20.000 Fälle überschreiten und damit in die Größenordnung der westafrikanischen Epidemie von 2014-2016 erreichen.

Der Artikel ist auf Französisch bei rfi erschienen.

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