- Konflikt
DR Kongo: Kämpfe in Süd-Kivus Hochplateaus intensivieren sich erneut
In den Hochplateaus von Süd-Kivu haben sich die Kämpfe erneut intensiviert. Am 8. Juni 2026 eroberte die Koalition AFC/M23-Twirwaneho drei Ortschaften in den Territorien Fizi und Mwenga: Mikenge, Kakenge und Kalingi. Nach einer 48-stündigen Gegenoffensive erklärten die FARDC, alle drei Orte zurückerobert zu haben. In Kakenge dauerten die Gefechte noch bis zum 11. Juni an.
Die Ortschaften sind strategisch bedeutend. Mikenge liegt an der Grenze zwischen den Territorien Fizi und Mwenga und kontrolliert den kürzesten Zugangsweg nach Minembwe-Centre. Laut der FARDC verlängert die Rückeroberung den Anmarschweg der AFC/M23 um mehrere Wochen. Kakenge wiederum liegt direkt am Flughafen von Minembwe, welches einer der wenigen Zugangspunkte in dieser abgelegenen Region ist.
Auf beiden Seiten wurden Drohnen eingesetzt. Die FARDC berichten von Angriffen der AFC/M23, bei denen in der Nacht vom 8. auf den 9. Juni mindestens zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt wurden, darunter zwei Kinder. Mikenge wurde vor den Kämpfen von seiner Bevölkerung verlassen. Die AFC/M23 wirft ihrerseits den Regierungsstreitkräften vor, am 10. Juni zivile Gebiete mit Drohnen und schwerer Artillerie beschossen zu haben. Gegenseitige Schuldzuweisungen prägen ein Klima, in dem bislang kein Waffenstillstand gehalten hat, trotz des Washington-Abkommens vom Juni 2025 und der Grundsatzerklärung von Doha im Juli 2025.
Der Artikel ist auf Französisch bei rfi erschienen.