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DR Kongo: AFC/M23 geht in neuer Koalition unter Führung Kabilas auf
Die Ankündigung erfolgte am 12. Oktober in Goma, der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu. Die Stadt steht seit Januar 2025 unter der Kontrolle der AFC/M23. Der ehemalige Präsident der DR Kongo, Joseph Kabila, kündigte dort die Gründung einer neuen politisch-militärischen Bewegung an: der „Front pour la refondation de la nation (FRN)“ (Front für den Neuaufbau der Nation).
Die AFC/M23 soll durch die neue Bewegung abgelöst und zeitgleich aufgelöst werden. Joseph Kabila soll die Führung übernehmen. Ehemalige Führungskräfte der AFC/M23 sollen zentrale Positionen innerhalb der neuen Struktur erhalten. Zu den Vizepräsidenten sollen unter anderem Corneille Nangaa, Koordinator der AFC, und Bertrand Bisimwa, Präsident der M23, ernannt werden.
Ziel der Bewegung sei es, die Präsidentschaft von Félix Tshisekedi zu beenden. Dazu soll auch Gewalt genutzt werden. Dies wird mit Artikel 64 der Verfassung begründet. Dieser sieht vor, dass Kongoles:innen Widerstand gegen Personen leisten sollen, die verfassungswidrig die Macht ausüben oder an sich reißen.
Im September 2025 war Joseph Kabila von der Militärjustiz wegen Hochverrats zum Tode verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen, als Hintermann der AFC/M23 zu agieren. Zuvor war er aus dem Ausland nach Goma gereist, als die Stadt bereits unter der Kontrolle der Bewegung stand. Auch die UN-Expert:innengruppe hatte eine tiefgreifende Umstrukturierung der AFC/M23 vorhergesagt, in deren Führung Joseph Kabila eine zentrale Rolle spielen sollte.
Der Artikel ist auf Französisch bei Jeune Afrique erschienen.