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Ruanda: ICG fordert alle Parteien auf, ihre Verpflichtungen einzuhalten
Am 5. März 2026 hat die International Contact Group for the Great Lakes (ICG) in einer gemeinsamen Erklärung ihre Besorgnis über anhaltende Verstöße gegen den Waffenstillstand im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) geäußert. Die Erklärung wurde von den Vereinigten Staaten, Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Schweden, der Schweiz und der Europäischen Union unterstützt.
Die ICG verurteilte Drohnenangriffe und anhaltende Feindseligkeiten und forderte ein Ende von Hassreden. Alle Parteien sollen die bestehenden Vereinbarungen – darunter das Washington-Abkommen, das Doha-Rahmenabkommen und die UN-Resolutionen 2773 und 2008 – einhalten und die Verhandlungen wieder aufnehmen. Eine militärische Lösung lehnt die Gruppe strikt ab; stattdessen ist ein inklusiver innerkongolesischer Dialog vorgesehen.
Expert:innen bemängeln, dass die Erklärung kaum Druck auf die Konfliktparteien ausübt und diplomatisch zu vorsichtig sei. Parallel verhängten die USA Sanktionen gegen ruandische Offiziere, während der ruandische Außenminister Olivier Nduhungirehe die Erklärung jedoch als „ausgewogen“ lobte.
Die Entwicklung zeigt, dass die internationale Gemeinschaft besorgt ist, zugleich aber vorsichtig agiert, um den Friedensprozess nicht zu gefährden.
Der Artikel ist auf Französisch bei RFI Afrique erschienen.