Region der Großen Seen: Afrikanische Friedensvermittlungen in Lomé weiter konkretisiert

Am 17. Januar 2026 trafen sich in Lomé, Togo, hochrangige Vertreter:innen, um über die Fortführung der Friedensprozesse im Osten der DR Kongo und in der Region der Großen Seen zu beraten. Eine neue Initiative wurden dabei nicht beschlossen. Die Teilnehmenden einigten sich jedoch darauf, die afrikanische Mediation im Jahr 2026 zu stärken und bestätigten fünf bereits ernannte ehemalige Staatschefs als Co-Facilitatoren. 

In den kommenden Wochen sollen die Co-Facilitators eine regionale Tournee beginnen und nacheinander in Kinshasa, Kigali, Kampala und Bujumbura erwartet werden. Diese Reisen sollen noch vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union im Februar 2026 stattfinden. 

Den Co‑Facilitatoren wurden im Vorfeld thematische Zuständigkeiten zugewiesen: Das Gremium wird vom ehemaligen nigerianischen Präsidenten Olusegun Obasanjo geleitet, der zugleich für Verteidigungs- und Sicherheitsfragen verantwortlich ist. Unterstützt wird er von der ehemaligen äthiopischen Präsidentin Sahle‑Work Zewde, die für humanitäre Fragen zuständig ist. Der ehemalige kenianische Präsident Uhuru Kenyatta übernimmt den Dialog mit bewaffneten Gruppen, einschließlich der Gespräche zwischen der M23 und der kongolesischen Regierung. Die ehemalige zentralafrikanische Präsidentin Catherine Samba‑Panza verantwortet die zivilgesellschaftliche Komponente. Schließlich ist der ehemalige botswanische Präsident Mokgweetsi Masisi für Fragen der regionalen Integration zuständig, einschließlich Energie- und Rohstoffthemen.

Für die nächsten Treffen im Rahmen der Washingtoner Prozesse wurde noch kein Termin festgelegt. Auffällig war zudem, dass die US‑Amerikanerin Massad Boulos und der Katarer Mohammed bin Abdulaziz Al‑Khulaifi bei dem Treffen nicht persönlich anwesend waren.

Der Artikel ist auf Französisch bei rfi erschienen.

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