DR Kongo/Ruanda: USA drängen auf Wiederaufnahme der Friedensgespräche

Die Vereinigten Staaten intensivieren ihre diplomatischen Bemühungen, um die festgefahrenen Gespräche zwischen der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) und Ruanda wieder in Gang zu bringen. In Washington fanden dazu mehrere bilaterale Treffen mit Delegationen beider Länder statt, die ein geplantes Dreiertreffen vorbereiten sollten. Ziel ist es, die politischen und militärischen Spannungen im Osten der DR Kongo zu entschärfen.

Die Initiative erfolgt in einem besonders sensiblen Moment: Erst vor kurzem verhängten die USA Sanktionen gegen die ruandische Armee, gleichzeitig verschärfen neue Gewalteskalationen – darunter ein tödlicher Drohnenangriff in Goma – die Lage zusätzlich. Washington versucht dennoch, eine direkte Gesprächsbasis zwischen Kinshasa und Kigali zu schaffen, ohne weitere internationale Akteure einzubeziehen, um den Prozess möglichst schlank zu halten.

Die Ausgangslage bleibt jedoch schwierig. Die Regierung in Kinshasa fordert weiterhin den vollständigen Abzug ruandischer Truppen aus dem Ostkongo, während Kigali dies zurückweist und der DR Kongo vorwirft, mit der FDLR zusammenzuarbeiten. Die Positionen beider Seiten liegen damit weiterhin weit auseinander, was die Erfolgsaussichten der Gespräche ungewiss macht.

Ob das angesetzte Dreiertreffen konkrete Fortschritte bringt oder zumindest neue Impulse für den festgefahrenen Friedensprozess liefert, bleibt abzuwarten. Eine offizielle Stellungnahme der USA ist bislang nur für den Fall angekündigt, dass greifbare Ergebnisse erzielt werden.

Der Artikel ist auf Französisch bei RFI Afrique erschienen. 

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