DR Kongo: Verstöße gegen Waffenstillstand im Osten gemeldet

Trotz des am 18. Februar in Kraft getretenen Waffenstillstands, der durch die angolanische Vermittlung initiiert wurde, dauern die Kämpfe im Osten der DR Kongo an. In einer offiziellen Mitteilung vom 20. Februar wirft die kongolesische Armee (FARDC) der AFC/M23 sowie den ruandischen Streitkräften systematische Angriffe in Nord- und Süd-Kivu vor. Nach Angaben der FARDC hätten die Angriffe bereits 24 Stunden nach Beginn der vereinbarten Waffenruhe eingesetzt und damit die diplomatischen Bemühungen des angolanischen Präsidenten João Lourenço untergraben.

Gemeldet wurden Gefechte unter anderem in Ihula im Gebiet Walikale sowie auf strategisch wichtigen Hügeln im Territorium Rutshuru (Nord-Kivu). Auch die Hochplateaus von Fizi und Uvira im Süd-Kivu, insbesondere die Dörfer Mikenge und Kalonge, seien betroffen gewesen.

Die kongolesische Armeeführung betont, weiterhin am Waffenstillstand festhalten zu wollen, kündigt jedoch an, nicht untätig zu bleiben, sollten die Angriffe auf militärische Stellungen und die Zivilbevölkerung anhalten. In der politischen Debatte wird nun diskutiert, wie das erneute Scheitern der angolanischen Vermittlungsinitiative zu bewerten ist.

Der Artikel ist auf Französisch bei Radio Okapi erschienen.

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