- Konflikt
DR Kongo: Sprecher der M23 bei einem Drohnenangriff getötet
In der DR Kongo ist ein Sprecher der von Ruanda unterstützten M23 bei einem Drohnenangriff im Osten des Landes getötet worden. Nach Angaben eines örtlichen Vertreters der Vereinten Nationen sowie einer in der Region tätigen Menschenrechtsorganisation kam der ranghohe Offizier Willy Ngoma bei einer Drohnenattacke im Morgengrauen nahe der Bergbaustadt Rubaya in der Provinz Nord-Kivu ums Leben. Beide Quellen äußerten sich aus Sicherheitsgründen anonym gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Anwohner:innen berichteten, dass das Ziel des Angriffs ein Gebiet gewesen sei, das seit einigen Wochen als Enklave der M23 diente.
Wer für den Angriff verantwortlich ist, ist bislang unklar. Weder die M23 noch staatliche Stellen äußerten sich zu dem Vorfall. Der seit Jahrzehnten andauernde Konflikt im Osten der DR Kongo hatte sich im Januar deutlich verschärft, nachdem die M23 bedeutende Geländegewinne erzielt und die strategisch wichtigen Städte Goma und Bukavu eingenommen hatten. Trotz internationaler Vermittlungsbemühungen, unter anderem durch die USA und Katar, dauern die Kämpfe an. Beide Konfliktparteien werfen sich gegenseitig Verstöße gegen eine mit regionaler und internationaler Unterstützung vereinbarte Waffenruhe vor.
Der Artikel ist auf Französisch bei Le Monde erschienen.