- Konflikt
DR Kongo: Mindestens 69 Tote nach Angriffen einer kommunalen Miliz in der Provinz Ituri
Menschen bei Angriffen der Codeco-Miliz getötet worden. Unter den Opfern befinden sich überwiegend Zivilist. Die Angriffe ereigneten sich im Gebiet Djugu, nachdem die bewaffnete Gruppe CRP zuvor Stellungen der kongolesischen Armee (FARDC) rund um die Ortschaft Pimbo angegriffen hatte.
Die Codeco-Miliz, die vorgibt, die Interessen der vorwiegend bäuerlichen Lendu-Gemeinschaft zu vertreten, griff daraufhin mehrere Dörfer an. Nach Angaben lokaler Vertreter und Sicherheitsquellen wurden zahlreiche Menschen getötet, Häuser niedergebrannt und Leichen tagelang nicht geborgen, da das Gebiet zeitweise unzugänglich blieb. Die UN-Mission MONUSCO erklärte, während der Kämpfe hunderte Menschen geschützt zu haben.
Die Provinz Ituri ist seit Jahren Schauplatz gewaltsamer Konflikte zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen und lokalen Gemeinschaften, insbesondere zwischen Angehörigen der Lendu- und Hema-Gemeinschaften. Zusätzlich verschärfen Angriffe der islamistischen Allied Democratic Forces (ADF) die Sicherheitslage in der Region. Laut den Vereinten Nationen sind inzwischen fast eine Million Menschen innerhalb der Provinz vertrieben worden.
Die aktuellen Ereignisse verdeutlichen erneut die fragile Sicherheitslage in Ituri und die anhaltende Gefahr für die Zivilbevölkerung trotz militärischer Operationen und internationaler Präsenz.
Der Artikel ist auf Französisch bei Le Monde Afrique erschienen.