DR Kongo: M23 zieht sich aus mehreren Ortschaften in Nord-Kivu zurück

Die Rebellengruppe M23 hat sich aus mehreren Ortschaften im Gebiet Lubero in der Provinz Nord-Kivu zurückgezogen. Nach Angaben lokaler und humanitärer Quellen verließen die Kämpfer:innen in der Nacht vom 23. auf den 24. März unter anderem den Ort Kipese sowie umliegende Dörfer nahe dem Eduardsee.

Analyst:innen des Kivu Security Barometer berichten, dass mindestens ein Dutzend Ortschaften betroffen sind. Vertreter der M23 sprachen hingegen von einer „Rotation“ ihrer Truppen, ohne nähere Details zu nennen. In einigen der geräumten Gebiete sollen mit der Regierung verbündete Milizen die Kontrolle übernommen haben.

Die Entwicklungen fallen in eine Phase neuer diplomatischer Bemühungen: Nur wenige Tage zuvor hatten sich Delegationen der DR Kongo und Ruandas in Washington auf „konkrete Maßnahmen“ zur Umsetzung eines Friedensabkommens verständigt. Trotz dieser Fortschritte bleibt die Lage angespannt, und Gefechte zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen dauern in der Region an.

Die Kämpfe konzentrieren sich derzeit insbesondere auf die Hochplateaus von Süd-Kivu in der Nähe der Ortschaft Minembwe, das seit mehreren Monaten schwer umkämpft ist.

Der Artikel ist auf Französisch bei Jeune Afrique erschienen. 

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