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DR Kongo: Katholische Kirche warnt vor einer Verschärfung der Sicherheitskrise durch mögliche Verfassungsänderung
Die katholische Kirche in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) hat vor einer möglichen Verfassungsänderung gewarnt und sieht darin ein Risiko für eine weitere Verschärfung der Sicherheitslage. Die Nationale Bischofskonferenz des Kongo (CENCO) erklärte, ein solcher Schritt sei zwar grundsätzlich verfassungsgemäß, komme jedoch angesichts der aktuellen Krise zur Unzeit.
CENCO-Generalsekretär Donatien Nshole betonte, die Priorität müsse auf der Stabilisierung der Sicherheitslage liegen. Politische Initiativen, die den sozialen Frieden gefährden könnten, sollten vermieden werden. Die Bischöfe sehen die Gefahr, dass eine Verfassungsreform zusätzliche Spannungen auslösen und als Vorwand für eine weitere Eskalation dienen könnte.
Die Debatte über eine mögliche Verfassungsänderung wird von Teilen der Regierungsmehrheit vorangetrieben. Kritiker:innen befürchten, dass sie Präsident Félix Tshisekedi eine dritte Amtszeit ermöglichen könnte. In diesem Zusammenhang kam es am 24. März auch zu Festnahmen von oppositionellen Aktivist:innen in Kinshasa, die gegen eine Reform der Verfassung protestierten.
Der Artikel ist auf Französisch bei rfi Afrique erschienen.