DR Kongo: Frankreich fordert interkongolesischen Dialog

Der Sprecher des französischen Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten forderte am 19. Januar 2026 die Aufnahme eines nationalen Dialogs. Frankreich setzt sich – ebenso wie die kongolesischen katholischen und protestantischen Kirchen – für einen Rahmen ein, in dem kongolesische Akteure trotz ihrer gegensätzlichen Forderungen miteinander ins Gespräch kommen und ein Mindestmaß an Konsens finden können. Diese Initiative soll parallel zu den Gesprächen in Washington und Doha verlaufen. Bereits in Luanda wurde ein entsprechender Entwurf ausgearbeitet; derzeit wartet man auf die Reaktion von Félix Tshisekedi.

Trotzdem bleiben mehrere Hindernisse bestehen: Das Lager des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila hält es für notwendig, zunächst die noch ausstehenden Protokolle des Doha-Rahmenabkommens umzusetzen. Félix Tshisekedi wiederum fordert die vorherige Einhaltung des Waffenstillstands. Die politisch-militärische Gruppe AFC/M23 wartet laut eigenen Angaben auf Klarstellungen von Angola. So sind die politischen Bedingungen für einen effektive Umsetzung der Gespräche noch nicht gegeben.

Der Artikel ist auf Französisch bei rfi erschienen.

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