- Humanitäre Lage
Burundi: Verschlechterung der Lebensbedingungen kongolesischer Geflüchteter
Von außen wirkt das Lager Busuma zunächst geordnet: weiße Zelte stehen in langen Reihen, die Wege dazwischen sind klar angelegt. Doch bei näherer Betrachtung zeigt sich ein anderes Bild. Viele Menschen wirken erschöpft, Kinder sind schlecht gekleidet und hungrig, ältere Menschen sitzen in abgenutzten Zelten und versuchen sich gegen die Kälte zu schützen. Einige bitten um Essen, andere zeigen ihre sichtbare Unterernährung. Die humanitäre Hilfe ist stark zurückgegangen, die finanzielle Unterstützung wurde von 38 000 auf 13 000 BIF pro Monat reduziert – ein Betrag, der kaum zum Überleben reicht. Die Menschen leben in beschädigten Zelten, es fehlt an Wasser, Medikamenten und sanitären Einrichtungen, und mit Beginn der Regenzeit droht die Lage sich weiter zu verschlechtern.
Angesichts dieser Bedingungen fordern die Geflüchteten ihre Rückführung in die Demokratische Republik Kongo. Sie erklären, dass die Lebensumstände im Lager kaum noch auszuhalten seien. Die burundische Regierung und der HCR verweisen jedoch auf Sicherheitsrisiken in Teilen der RDC und bitten um Geduld. Rückführungen finden bereits statt, allerdings nur in Gebiete, die als sicher gelten. Rund 13 000 Menschen wurden seit April zurückgebracht, weitere Konvois folgen wöchentlich. Gleichzeitig bleibt die humanitäre Unterstützung unterfinanziert: Von den benötigten 33,2 Millionen US‑Dollar sind bisher nur etwa 30 Prozent gedeckt.
Der Artikel ist auf Französisch bei Iwacu erschienen.