Newsticker

Verkündung der Wahlergebnisse auf unbestimmte Zeit verschoben

Die kongolesische Wahlkommission CENI gab bekannt, die Verkündung der Wahlergebnisse der Parlamentswahlen vom 28.November 2011 auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Grund dafür sei der Wille, den Einsprüchen und Beschwerden in... Mehr...

Human Rights Watch Weltbericht 2012

Der neue World Report für 2012 von Human Rights Watch ist erschienen. Im Folgenden finden Sie die Kapitel über Ruanda und Burundi: Ruanda Burundi Mehr...

Vier Militäroffiziere in Ruanda verhaftet

Es wurden vier hochrangige Militäroffiziere Ruandas verhaftet, da ihnen vorgeworfen wird illegale Geschäfte mit der DR Kongo zu betreiben. Unter den Verhafteten befindet sich Richard Rutatina, der Sicherheitsberater Kagames und... Mehr...

Veröffentlichung der Ergebnisse der Parlamentswahlen verschoben

Die geplante Verkündung der Ergebnisse der Parlamentswahlen in der DR Kongo diesen Freitag wurde verschoben. Die Veröffentlichung wird etwa eine Woche später statt finden. Nichts desto trotz werden bis dahin fertig ausgezählte... Mehr...

Katholische Kirche in der DR Kongo äußert sich kritisch

In einer Erklärung kritisiert die katholische Bischofskonferenz CENCO unter Kardinal Monsengo die vielfältigen Missstände und Betrugsversuche während der Präsidentschaftswahlen im November 2011. Zur Erklärung von CENCO Die... Mehr...

39 Tote im Süd-Kivu durch Angriffe der FDLR

Vom 2. bis zum 4. Januar wurden 39 Menschen in der ostkongolesischen Provinz Süd-Kivu brutal ermordet. Die Angriffe der ruandischen Hutu-Miliz FDLR wurden auf verschiedene Dörfer verübt und zählen zu den schwersten Überfällen... Mehr...

24 Tote und dutzende Verhaftungen seit Verkündung der Wahlergebnisse

Kongolesische Sicherheitskräfte haben seit Verkündung der Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen mindestens 24 Menschen getötet und viele weitere willkürlich verhaftet. Dies berichtet Human Rights Watch. Das Vorgehen von Polizei... Mehr...

EU-Deklaration über die Wahlergebnisse in der DR Kongo

Die EU veröffentlichte ihre Bedenken über die zukünftige Förderung der DR Kongo. Grundlage für weitere Unterstützung ist die transparente Aufarbeitung der Wahlergebnisse, die Joseph Kabila als Wahlsieger deklarieren. Die... Mehr...

Kabila vom Obersten Gerichtshof in der DR Kongo bestätigt

Der Oberste Gerichtshof in Kinshasa hat Joseph Kabila als Wahlsieger in der Demokratischen Republik Kongo bestätigt. Er habe mit 48,95 Prozent der Stimmen die notwendige einfache Mehrheit erzielt und wird daher morgen erneut... Mehr...

Internationaler Strafgerichtshof lässt FDLR-Führer Mbarushimana frei

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag lässt die Anklage gegen den ruandischen Milizenführer Callixte Mbarushimana fallen. Dieser wurde 2010 unter dem Vorwurf von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die ... Mehr...

Zeige Ergebnisse 1 bis 10 von 115

1

2

3

4

5

6

7

nächste >

ÖNZ Trauert um Floribert Chebeya

4. Juni 2010

Das Ökumenische Netz Zentralafrika bedauert den gewaltsamen Tod Floribert Chebeya Bihazires zutiefst. Der international bekannte kongolesische Menschenrechtsaktivist und Direktor der Menschenrechtsorganisation  „La Voix des Sans-Voix“ (VSV), sowie Sekretär des kongolesischen Dachverbandes der Menschenrechtsorganisationen RENADHOC ist unter bisher ungeklärten Umständen ums Leben gekommen und in seinem Auto aufgefunden worden.

Am 1. Juni sollte er einen Termin bei John Numbi, dem Generalinspektor der Polizei in Kinshasa, wahrnehmen. Ob dieser Termin stattfand, ist bislang nicht geklärt. Seitdem galt er als verschwunden und seine Familie konnte ihn telefonisch nicht mehr erreichen.

Nach Polizeiangaben wurde der leblosen Körper Chebeyas am Mittwoch in einem Vorort Kinshasas gefunden.

Erst im Laufe des 3. Juni erhielt der stellvertretende Direktor von VSV, Dolly Ibefo Mbunga gemeinsam mit einem Vertreter der MONUC die Erlaubnis, den Leichnam des Ermordeten im Krankenhaus l'Hôpital Général de Référence de Kinshasa zu identifizieren.  Sie konnten Blutspuren an Nase, Mund und Augen feststellen, die auf eine Strangulierung schließen lassen. Zudem bemerkten sie Schwellungen an den Handgelenken, die von Handschellen herrühren könnten.

 

Floribert Chebeya war seit mehr als zwei Jahrzehnten Vorsitzender der Nichtregierungsorganisation „La Voix des Sans Voix“ und geriet aufgrund seines Engagements für die Menschenrechte immer wieder ins Visier der Polizei und der staatlichen Behörden. Seine letzte Festnahme erfolgte im März 2009.

 

Das ÖNZ war mit Floribert Chebeya eng verbunden. Im Dezember 2009 begleiteten ihn Mitarbeiter des ÖNZ zu einer Veranstaltung am Sitz des UN-Menschenrechtsrats in Genf und luden ihn nach Berlin ein, wo er die grundlegenden Probleme der Menschenrechtslage in der DR Kongo darlegte. Zuletzt hatten die Ko-Kreis-Mitglieder des ÖNZ Gelegenheit, Floribert während einer Reise nach Kinshasa im März 2010 in seinen Büroräumen zu treffen.

 

Dabei schilderte er die öffentlich bekannte Kritik seiner Organisation an den 50-jährigen Feierlichkeiten der Unabhängigkeit des Kongo. Dieses Datum sei kein Grund zum Feiern, solange nach wie vor Tausende Menschen in bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen im Osten des Landes von Milizen wie auch der kongolesischen Armee FARDC verstümmelt und umgebracht werden und grundlegende Menschenrechte nur auf dem Papier existieren. Er war sich des hohen Risikos seines Einsatzes stets bewusst, scheute sich dennoch nicht, die kongolesische Regierung mit Missständen wie Korruption und strukturelle Straflosigkeit zu konfrontieren.

.

Das ÖNZ spricht der Familie Floriberts Chebeyas und seinen Kollegen bei VSV und RENADHOC sein tiefstes Mitgefühl aus und fordert die Behörden in der DR Kongo auf, das Schicksal von Fidèle Bazana Edadi rasch aufzuklären, sowie unverzüglich eine unabhängige internationale Untersuchungskommission zum Tod Floribert Chebeyas einzusetzen und ein Justizverfahren gegen die Täter einzuleiten. Die Zunahme der Einschüchterungen gegen Menschenrechtsverteidiger, besonders Medienvertreter ist seit 2009 unübersehbar. Wir fordern die kongolesischen Behörden dazu auf, die UN-Guidelines für den Schutz von Menschenrechtsverteidigern strikt zu beachten.

zurück zu: ÖNZ Aktuell