Guerillas im Nebel
8. März 2010
Das Forschungszentrum POLE Institute aus Goma stellte am 23. Februar beim ÖNZ seine neueste Studie zu den Hutu-Milizen FDLR, die in der Kivu-Region für schwere Menschenrechtsverletzugnen verantwortlich gemacht werden, vor. In einer Runde von über 40 Fachleuten diskutierten die drei Autoren über die aktuellen Entwicklungen zwischen kongolesischer Regierung, den FDLR-Rebellen, der Blauhelm-Mission der Vereinten Nationen MONUC und der Bevölkerung. Aloys Tegera, Leiter des POLE Instituts, Andrea Böhm, Journalistin der ZEIT und Dominic Johnson, Journalist bei der TAZ, haben in den letzten Monaten eine Reihe von Zeuginnen und Zeugen in der Kivu-Region befragt und eine umfassende Analyse über die FDLR zusammengestellt, die vor allem die Perspektive der lokalen Bevölkerung ins Zentrum des Verständnisses stellt. Christiane Kayser, EED-Koordinatorin für den Zivilen Friedensdienst in der DR Kongo erläuterte, wie die lokale Zivilgesellschaft sich in Form von Friedensinitiativen einbringt und dazu beiträgt, die Kultur der Gewalt in der Region zu überwinden.
