Newsticker

Congo Contact Group trifft sich in New York

Die  wichtigsten Geberländer für die DR Kongo haben seit 2000 eine informelle Abstimmungsrunde, die sogenannte Contact Group gebildet, in der sie ihre Strategie in den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zur DR... Mehr...

USA bilden Militär in DRC aus

Die USA wollen 2012 in Kinshasa ein Spezialbataillon der nationalen Armee FARDC ausbilden. Mitglieder der US-Militärbasis AFRICOM werden die kongolesische Armee trainieren, wie sie bewaffnete Milizen wie die LRA oder die FDLR mit... Mehr...

Ergebnisse der Parlamentswahlen in DR Kongo veröffentlicht

Die nationale Wahlkommission CENI hat am 2. Februar die offiziellen Ergebnisse der Parlamentswahlen vom 28.11.2011 verkündet. Demnach habe die Regierungskoalition AMP zwar Sitze im Parlament verloren, halte aber immer noch die... Mehr...

Verkündung der Wahlergebnisse auf unbestimmte Zeit verschoben

Die kongolesische Wahlkommission CENI gab bekannt, die Verkündung der Wahlergebnisse der Parlamentswahlen vom 28.November 2011 auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Grund dafür sei der Wille, den Einsprüchen und Beschwerden in... Mehr...

Human Rights Watch Weltbericht 2012

Der neue World Report für 2012 von Human Rights Watch ist erschienen. Im Folgenden finden Sie die Kapitel über Ruanda und Burundi: Ruanda Burundi Mehr...

Vier Militäroffiziere in Ruanda verhaftet

Es wurden vier hochrangige Militäroffiziere Ruandas verhaftet, da ihnen vorgeworfen wird illegale Geschäfte mit der DR Kongo zu betreiben. Unter den Verhafteten befindet sich Richard Rutatina, der Sicherheitsberater Kagames und... Mehr...

Veröffentlichung der Ergebnisse der Parlamentswahlen verschoben

Die geplante Verkündung der Ergebnisse der Parlamentswahlen in der DR Kongo diesen Freitag wurde verschoben. Die Veröffentlichung wird etwa eine Woche später statt finden. Nichts desto trotz werden bis dahin fertig ausgezählte... Mehr...

Katholische Kirche in der DR Kongo äußert sich kritisch

In einer Erklärung kritisiert die katholische Bischofskonferenz CENCO unter Kardinal Monsengo die vielfältigen Missstände und Betrugsversuche während der Präsidentschaftswahlen im November 2011. Zur Erklärung von CENCO Die... Mehr...

39 Tote im Süd-Kivu durch Angriffe der FDLR

Vom 2. bis zum 4. Januar wurden 39 Menschen in der ostkongolesischen Provinz Süd-Kivu brutal ermordet. Die Angriffe der ruandischen Hutu-Miliz FDLR wurden auf verschiedene Dörfer verübt und zählen zu den schwersten Überfällen... Mehr...

24 Tote und dutzende Verhaftungen seit Verkündung der Wahlergebnisse

Kongolesische Sicherheitskräfte haben seit Verkündung der Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen mindestens 24 Menschen getötet und viele weitere willkürlich verhaftet. Dies berichtet Human Rights Watch. Das Vorgehen von Polizei... Mehr...

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50. Jahrestag der Ermordung Patrice Lumumbas

17. Januar 2011

Das ÖNZ gedenkt heute der Ermordung des ersten Ministerpräsidenten des Kongo, Patrice Lumumba.

1958 war er einer der Gründer der Partei Mouvement National Congolais, die sich als einzige Partei des Kongo in sämtlichen Landesteilen verankern konnte und  für die Unabhängigkeit des Kongo eintrat. Die ersten Parlamentswahlen vom 25. Mai 1960 konnte der MNC gewinnen. Nach der Unabhängigkeit von Belgien am  30. Juni 1960 wurde Lumumba Ministerpräsident und war damit Konflikten mit den verbliebenen  weißen Siedler und der Wirtschaftsvertretern des rohstoffreichen Landes ausgesetzt.  Während die ehemalige Kolonialmacht Belgien vor allem wirtschaftliche Interessen an der Provinz Katanga hatte und sich von den lukrativen Einnahmen aus dem Mineralienhandel nicht lösen wollte, befürchteten die USA in Zeiten des kalten Krieges ein „Überlaufen“ des Kongo auf Seiten des kommunistischen Ostblocks. Kongolesische Geschäftsleute und konkurrierende Politiker fürchteten um den Zugang zu den reichen Einnahmequellen in Katanga und kritisierten Lumumbas Versuche, die alle Staatseinnahmen sozialen Zwecken zuzuführen. Nach nur sechs Monaten im Amt wurde Lumumba von Milizen aus den Reihen des Konkurrenten und späteren Diktators Mobutu festgenommen, per Flugzeug nach Katanga deportiert und dort mit seine Gefolgsleuten Okito und Mpolo gefoltert und erschossen.

Aus der Rede Patrice Lumumbas anlässlich der Unabhängigkeitsfeierlichkeiten am 30. 6. 1960:

„Wir beenden die[...] erniedrigende  Sklaverei, die uns mit Gewalt auferlegt wurde. [...] Wir haben zermürbende Arbeit kennengelernt und mussten sie für einen Lohn erbringen, der es uns nicht gestattete, den Hunger zu vertreiben, uns zu kleiden oder in anständigen Verhältnissen zu wohnen oder unsere Kinder als geliebte Wesen großzuziehen. [...] Wir kennen Spott, Beleidigungen, Schläge, die morgens, mittags und nachts unablässig ausgeteilt wurden, weil wir Neger waren. [...] Wir haben erlebt, wie unser Land im Namen von angeblich rechtmäßigen Gesetzen aufgeteilt wurde, die tatsächlich nur besagen, dass das Recht mit dem Stärkeren ist. [...] Wir werden die Massaker nicht vergessen, in denen so viele umgekommen sind, und ebenso wenig die Zellen, in die jene geworfen wurden, die sich einem Regime der Unterdrückung und Ausbeutung nicht unterwerfen wollten.“

Einen weiteren biographischen Artikel finden Sie in der ZEIT

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